Page 22 - Pfronten Gastgeberverzeichnis
P. 22

22 | Bergwiesen – alpine Kulturlandschaft
 Naturschatz Bergwiese
 Anna I., Pfrontens 10. Bergwiesenkönigin, weiß, wovon sie spricht: Aufgewachsen auf dem elterli- chen Hof hat sie den Beruf der Landwirtin erlernt und ist seit 2018 „staatlich geprüfte Technike- rin für Landbau“.
Anna, was macht Pfronten für Dich so einmalig?
» Pfronten bietet viel Abwechslung, hat aber seinen dörflichen Charakter bewahrt. Und ich liebe einfach das Allgäu, mit den vielen Seen, Schlössern, Burgen und sei- ner alpinen Kulturlandschaft.
Was bedeutet alpine Kulturlandschaft?
» Unsere Bergwiesen sind durch aktive Pflege entstan- den. Zum Beispiel mähen wir Bergbauern die Grünflä- chen in den Tal- und Berglagen, um Kuhfutter zu gewin- nen. Daher sprechen wir von alpiner Kulturlandschaft.
Was macht die Bergwiesen denn so wertvoll?
» Bergwiesen werden nicht gedüngt und nur einmal im Jahr gemäht. Die Nährstoffarmut und die vielfältigen Standortbedingungen bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren Lebensräume. Es gibt über 70 verschiedene Blu- men und Kräuter. Besonders freue ich mich über die vie- len Schmetterlinge. Fachleute nennen das eine hohe Biodiversität. Doch Bergwiesen sind infolge von Nut- zungsaufgabe selten geworden.
Warum engagierst Du Dich gerade als Bergbäuerin für Pfrontens Landschaft?
» Der verantwortungsvolle Umgang mit Menschen, Tie- ren und Maschinen ist mir wichtig. Eine vernünftige Berglandwirtschaft ist auf den Erhalt der biologischen Vielfalt für künftige Generationen ausgerichtet.
Was sind Deine Aufgaben als Bergwiesenkönigin?
» Ich sehe mich als eine Umweltbotschafterin für mei- nen Heimatort Pfronten. Die Pflege der Bergwiesen ist nur ein Beispiel für Initiativen mit denen wir in Pfronten eine nachhaltige Kommunalentwicklung anstreben.
Wo liegt in Pfronten die schönste Bergwiese?
» Egal ob am Edelsberg, dem Breitenberg, im Vils- oder Achtal unsere Bergwiesen faszinieren durch ihre Pflan- zen- und Tierarten und auch durch ihre jeweilige Einbet- tung in die umgebende Landschaft. Dadurch gibt es viele „schönste“ Bergwiesen.




















































































   20   21   22   23   24